Wie können wir denn leben?
„Wie können wir denn leben?“ – so fragten sich vor 2600 Jahren Menschen im Nahen Osten in einer politisch und gesellschaftlich prekären Situation (nachzulesen in der Bibel, Hesekielbuch, Kapitel 33 Vers 10).
Doch so alt diese Frage ist, so aktuell erscheint sie auch. Menschen aller Zeiten treibt diese Frage um: wie können wir zufrieden und sinnvoll leben?
Wie können wir denn leben – angesichts der aktuell unsicheren gesellschaftlichen Lage, der Kriege um uns her, der ungewissen Zukunft? Werden wir überleben?
Wie können wir denn leben - wenn die persönliche Lebenssituation ausweglos ist, es keine Hoffnung gibt? Was gibt dann dem Leben noch Sinn?
Wie können wir denn leben – inmitten von Vertrauensverlust, zerbrochenen Beziehungen, Familienstreitigkeiten, wenn Vertraute zu Fremden oder Feinden werden? Wie kann das Leben so gelingen, dass Beziehungen wieder heilen, dass wieder Vertrauen wächst?
Wie können wir denn leben – angesichts von Schuld, die wir vor Gott und vor Menschen aufgehäuft haben?
Wie können wir denn leben? Selbst wenn es uns gut geht und wir keine Probleme haben, fragen wir uns manchmal, was unserem Dasein bleibenden Wert verleiht.
Viele Antworten sind auf diese Frage gegeben worden. Manches davon erscheint wie ein billiger Trost, wie eine nette Geste – aber ohne Substanz.
In der eingangs beschriebenen historischen Situation gab es eine Antwort auf die Frage: Wie können wir denn leben? – In einer Beziehung zu Gott! Das wirkt vielleicht auf den ersten Blick wie eine fromme Phrase (dadurch ändern sich ja weder persönliche Not noch gesellschaftliche Umstände). Aber: In dem oben zitierten Bibeltext wird die Aufforderung Gottes zur Lebensänderung damit verknüpft, dass Gott ein Interesse am Leben des Einzelnen hat:
„Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe.“ (Hesekiel Kapitel 33 Vers 11)
Gott ist interessiert an unserem Leben. So sehr, dass er selbst die moralische Kluft zwischen sich und uns überbrückt hat: Jesus Christus, der Sohn Gottes, wurde stellvertretend für unsere Schuld bestraft.
Wenn Gott sein Interesse an uns so unter Beweis gestellt hat, dann ist er absolut vertrauenswürdig. Und wenn wir ihn in unser Leben einbeziehen, dann gibt uns das Sicherheit, auch wenn manche Probleme bleiben werden. Aber vielleicht gelingt ja im Frieden mit Gott auch die Versöhnung in Beziehungen untereinander. Und nicht zuletzt haben wir durch Gott einen sicheren Anker in die Ewigkeit, über den Tod hinaus – und das gibt dem Leben bleibenden Sinn. So können wir leben!