Versöhnung

von Daniel Brust

Die Welt um uns her wird – so scheint es zumindest – immer unversöhnlicher. Kriege und Bürgerkriege, Terror und Gewalt, Hasstiraden im Internet – die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Die Gräben zwischen politischen und ideologischen Ansichten werden tiefer. Menschen gehen sich aus dem Weg, Familien und Freundschaften zerbrechen. Von Versöhnung hört man selten -und wenn, dann erscheint es fast wie ein Wunder. Versöhnung kann man ja nicht befehlen, nicht einmal organisieren. Geht das denn überhaupt, dass verfeindete Lager sich aufeinander zubewegen, dass Gemeinsamkeit mehr ist als friedliche Koexistenz?

Aber wenn wir - abgesehen von dem großen Weltgeschehen – ins uns gehen, müssen wir uns fragen: kennen wir das nicht auch? Dass wir Menschen, die uns nicht mögen, aus dem Weg gehen? Dass wir unzufrieden sind mit unserer Situation, unserem Umfeld? Dass auch in uns eine gewisse Unversöhnlichkeit steckt?

Vielleicht liegt es daran, dass auch wir eine gewisse innere Grund-Unruhe in uns selbst haben, dass wir „unversöhnt“ sind. Der christliche Philosoph und Kirchenlehrer Augustinus (354-430) formulierte es einmal so: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir - Gott“.

Dass wir versöhnt und zufrieden mit unserer Umwelt durchs Leben gehen können, hängt entscheidend von unserer Beziehung zu Gott ab. Und dieses große, unfassbare Wesen, dieser unparteiische Richter, gegen den wir von Natur aus lieber rebellieren als ihm Ehrerbietung zollen – dieser Gott bietet uns „Versöhnung“ an:

Gott, der uns mit sich selbst versöhnt durch Jesus Christus“

(Die Bibel, 2. Korintherbrief Kapitel 5 Vers 18)

In Jesus Christus wird Gott zum liebenden Vater. Weil Jesus stellvertretend für uns starb, brauchen wir Gottes Verurteilung nicht zu fürchten: die Schuld vor Gott ist getilgt. Das gibt inneren Frieden. Das schafft auch Bereitschaft zur Vergebung. Wer mit Gott versöhnt ist, kann selbst Versöhnung leben – und kann so ein kleines Licht des Friedens in einer unversöhnlichen Welt werden.

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