Wenn es Gott gibt, warum lässt er das zu?

von Adrian Zinke

„Die Menschen sagen: Der Weg des Herrn ist nicht recht, obwohl doch ihr eigener Weg nicht recht ist.“
(Hesekiel Kapitel 33 Vers 17)

Machen wir das nicht oft genauso wie damals die Israeliten, dass wir Gott die Schuld geben, warum er diese schlimme Sache in unserem Leben zugelassen oder jenes Übel uns getroffen hat?
Wieder mal fragen wir uns: Wenn es Gott gibt, warum lässt er das zu?

Gott hat uns als eigenständige Geschöpfe mit eigenem Willen erschaffen. Er wollte Wesen haben, die unabhängig von ihm sind und die ihm trotzdem in freiwilliger Hingabe und mit echter Liebe gegenüber treten.
Aber wie könnte man noch von einer echten Beziehung reden, wenn sie nicht wirklich freiwillig ist? Und wie kann unsere Liebe zu Gott freiwillig sein, wie kann man überhaupt von Freiwilligkeit reden, wenn er ständig eingreift, um die Folgen unserer falschen Wege, bösen Gedanken und Taten ungeschehen zu machen? Dann hätten wir ja gar keine Wahl. Im Gegenteil, es ist das Wunder seiner Zurückhaltung, dass Gott sich blutenden Herzens zwingt, nicht "aufzuräumen" auf der Erde wegen der Bosheit und Lieblosigkeit von uns Menschen. Denn der leiseste Hauch seiner Gegenwart würde unser Wollen völlig überrumpeln. Wir haben keine Ahnung, wie liebevoll, herrlich und überwältigend schön Gott ist. Würden wir ihn sehen, könnten wir gar nicht anders, als ihn anzubeten. Aber wie der Vater vom verlorenen Sohn, steht er stattdessen jeden Tag mit offenen Armen da, die Augen in die Ferne gerichtet, ob da nicht einer ist, der zu ihm zurückkehren möchte.

Und er hat versprochen: „Kommt alle zu mir, die ihr geplagt und mit Lasten beschwert seid! Bei mir erholt ihr euch.“ – „Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr.“ (Matthäus Kapitel 11 Vers 28 und Jeremia Kapitel 29 Vers 13)

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