Fußball-Party

von Daniel Brust

Deutschland ist im Fußball-Fieber. Es wird Flagge gezeigt, Termine müssen auf Spielzeiten abgestimmt werden. Und natürlich, egal ob Public Viewing oder Pantoffelkino: man feiert die Spiele zusammen. Es ist immer wieder schön: tolle Stimmung, alle haben das gleiche Interesse, alle fiebern mit und jubeln dann mit. So müsste es immer sein: alle freuen sich, alle sind Freunde, Spannung und Spaß im Überfluss … bis zum letzten Abpfiff. Und dann? Was bleibt in den Tagen, Wochen, Monaten danach – außer der Erinnerung an schöne Gefühle?

Die tolle Stimmung sei jedem gegönnt. Trotzdem die Frage: ist das alles? Oder ist womöglich das jetzt allgegenwärtige Fußballfieber nur ein Zeichen dafür, dass wir nichts besseres haben? Zum echten Glücklich sein reicht ja keine WM aus.

Deshalb dürfen wir – gerade wenn wir die WM genießen – darüber nachdenken, was uns wirklich froh macht.

Vor langer Zeit hat ein weiser jüdischer König eine zeitlose Antwort gefunden: „Wie glücklich ist der, dem sein Unrecht verziehen, dem die Sünde zugedeckt ist.“ Die Freude über vergebene Schuld, über ein reines Gewissen, über die Klärung von Fehlern der Vergangenheit, über die Heilung von Beziehungen: die Freude ist nicht zu toppen. „Vergebung“ heißt das Zauberwort.
Das scheint zu schön, um wahr zu sein, zu illusorisch. Und wir fragen: wie geht das denn? Die Antwort des weisen Königs (David hieß er, nachzulesen in der Bibel, Psalm 32): „Da endlich bekannte ich dir, Gott, meine Schuld und verschwieg mein Unrecht nicht länger vor dir. Und du, du hast mich befreit von der Schuld, hast die Sünden vergeben, das Böse bedeckt.“ Wenn wir unser Versagen, unsere ungeklärte Vergangenheit, unsere zerbrochenen Beziehungen vor Gott aussprechen, bekennen – dann vergibt er uns.

Das ist wirklich schön und auch noch wahr. Und es macht richtig froh. Und diese Freude reicht weit über die Fußball-Weltmeister-Wochen hinaus: wenn Gott unsere Schuld vergibt, hat das Ewigkeits-Wert.

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