Frieden mit Gott

von Stephan Koch

Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt,
ob Stürme auch drohen von fern,
mein Herze im Glauben doch allezeit singt:
Mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn!

Wer kann das schon von sich behaupten, was der Liederdichter vor über hundert Jahren hier schreibt? Wie kann dieser Mensch sagen, dass es ihm gut geht, dass ihm wohl ist, obwohl es die äußeren Umstände keinesfalls hergeben? Wie stark muss sein Glaube an diesen Herrn sein, damit sein Herz zu jeder Zeit sagen kann: „Mir ist wohl in dem Herrn“!

So unwahrscheinlich dies alles klingen mag - wir Menschen wünschen uns oft genau das, nämlich keine Angst haben zu müssen. Wir wünschen uns, sicher zu leben trotz Finanzkrise, trotz Terror und Staubwolke. Aber wo können wir das finden?

Der Liederdichter macht seinen inneren Zustand nicht von äußeren Umständen abhängig. Er setzt an einer ganz anderen Stelle an. Am Anfang seines Liedes redet er vom Frieden mit Gott. Dieser macht es möglich, so reden zu können.

Als Christen glauben wir, dass wir Menschen durch unsere Sünde, durch unser sündiges Wesen im Unfrieden mit Gott sind. Gott liebt uns Menschen und hat eine Möglichkeit geschaffen, wie wir wieder Frieden mit ihm haben können. Er ließ Jesus Christus, seinen Sohn, stellvertretend für uns und unsere Sünden sterben, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen. Durch Jesus Christus können wir Frieden mit Gott haben. Dies ist ein echter innerer Frieden, der uns sagen lässt: „Mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn!“ Und das trotz aller äußeren Umstände! Davon spricht der Dichter in der folgenden Liedstrophe:

Die Last meine Sünde trug Jesus, das Lamm,
und warf sie weit weg in die Fern;
Er starb ja für mich auch am blutigem Stamm;
meine Seele lobpreise den Herrn.

(Theodor Kübler, 1832 – 1905)

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