Eine schöne Geschichte

Als ob sein Vater gar nicht mehr existieren würde, verlangte der jüngere Sohn einer wohlhabenden Familie sein Erbe ausgezahlt zu bekommen. Der Vater tat es und ließ ihn gehen. Mit diesem Geld genoß der junge Mann das Leben. Freunde gesellten sich zu ihm und sie hatten ihren Spaß. Doch die Zeiten änderten sich. Inflation – das wenige Geld, das noch übrig war, verlor rasant an Wert. Die „Freunde“ waren auch nicht mehr zu finden. Mittellos versuchte der junge Mann, Fuß zu fassen. Doch die schlecht bezahlte Arbeit, die er annahm, reichte nicht einmal, ihn richtig satt zu machen. Erinnerungen an seine Jugend keimten auf. Die Angestellten seines Vaters hatten alle immer ihr auskommen. Vielleicht könnte er ja auch dort arbeiten?

Aber sich entschuldigen, die Niedertracht und die Gemeinheiten zugeben: das fällt schwer. Doch in seinem Inneren nahm er sich genau das vor.

Noch auf dem Weg zurück kam ihm sein Vater schon entgegen. Er hatte längst auf seinen Sohn gewartet und sehnte sich danach, ihn in die Arme zu schließen.
Gestammelt war die Entschuldigung und der Vater beschenkte ihn überreich mit neuer Kleidung und Schmuck. Ein großes Wiedersehensfest wurde sogleich vorbereitet. Wenig später war Ausgelassenheit und fröhliche Musik zu hören.
Doch der zweite Sohn der Familie, der zu Hause geblieben und dort stets fleißig gearbeitet hatte, wollte sich nicht zu den Gästen gesellen, um die Wiederkehr seines Bruders zu feiern. Er fand es ungerecht, dass sein Vater den Bruder so reich beschenkte und mit ihm feierte.

Auch dem „Älteren“ kam der Vater entgegen. Er ging zu ihm hinaus, bat ihn, doch mit zu feiern und erklärte, dass sein Bruder eigentlich schon tot war und nun ein ganz neues Leben begonnen hat.

Es bleibt offen, ob der ältere Sohn sich bereden ließ und mit seinem Bruder fröhlich feierte.

Jesus Christus erzählte selbst diese Geschichte, um die große Barmherzigkeit Gottes, des Vaters, zu beschreiben und um zu zeigen, wie groß die Freude bei Gott und im ganzen Himmel ist, wenn Menschen sich wieder zu Gott hin wenden und zu IHM umkehren.

Jesus Christus sagt in Johannes 6,37: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ In Lukas 15,7 heißt es: „So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben.“

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