Sieg oder Niederlage?

von Thomas Brust

Als am 18.06.1815 südlich von Waterloo die letzte Schlacht der Befreiungskriege geschlagen war, die mit der Niederlage Napoleons endete, überbrachte man diese Nachricht auch nach England. Dies geschah durch ein Segelschiff, welches an der Südküste Englands entlang fuhr und die Nachricht mittels sogenannter Winkflaggen weitergab. Dabei wurden die Winkflaggen von einem Matrosen an beiden ausgestreckten Armen in bestimmte Stellungen gebracht, die gemäß dem Winkeralphabet je einen Buchstaben der zu übermittelnden Aussage bedeuteten. Die abgegebenen Informationen wurden dann auf dem Landweg in gleicher Weise auf Sichtweite weitergegeben, bis sie schließlich in London ankamen.
Es wird berichtet, dass in jenen Tagen ein Bediensteter von der Winchester Kathedrale die eingegangene Nachricht Buchstabe für Buchstabe las: "WELLINGTON BESIEGT..." Dann kam plötzlich dichter Nebel auf und die Flaggen waren nicht mehr zu sehen. Diese tragische und unvollkommene Nachricht: "Wellington besiegt" verbreitete Mutlosigkeit und Verzweiflung auf dem Weg nach London.
Als sich der Nebel wieder lichtete, konnte jedoch die Botschaft wieder gesehen werden und nun konnte man sie auch vollständig entziffern: "WELLINGTON BESIEGTE DEN FEIND". Diese Nachricht breitete sich wie ein Buschfeuer über ganz England aus und verwandelte die Mtlosigkeit in große Freude.

Diese Geschichte zeigt Parallelen zu einer anderen Begebenheit, die sich vor nahezu zweitausend Jahren vor den Toren Jerusalems abspielte. Dort wurde Jesus Christus gekreuzigt, weil er sagte, er sei Gottes Sohn. Für seine Jünger war das ein niederschmetterndes Ereignis, das alle ihre Hoffnungen zunichte machte. Sie hatten gedacht, er würde sie von allen ihren Feinden befreien, nun aber schien er offensichtlich selbst besiegt zu sein. Es sah so aus, als wäre dieser Christus schmählich gescheitert. Zwei seiner verzweifelten Jünger drückten wohl die Gefühle aller seine Nachfolger aus, als sie sagten: "Wir aber hofften, dass er der sei, der Israel erlösen solle" (Lukas 24,21). Doch am dritten Tag war sein Grab leer! War das ein Trick seiner Jünger, damit sie sagen konnten, ihr Herr sei auferstanden? Doch die waren alle viel zu verängstigt und hielten sich nur hinter verschlossenen Türen auf. Außerdem hielten sie zunächst selbst diese Nachricht für unglaublich. Sie hätten die römischen Wachen nicht passieren können, die das Grab Jesu bewachten.
Wer hätte sonst noch ein Interesse daran gehabt, Jesus Christus aus dem Grab zu holen? Die Juden jedenfalls nicht, und die Römer schon gar nicht. Es war Gott selbst, der seinen Sohn aus den Toten auferweckte! Das, was zunächst wie eine fürchterliche Niederlage aussah, wurde zum größten Sieg der Menschheitsgeschichte. Nun konnten alle die herrliche Botschaft des Sieges vernehmen: Jesus Christus hat das Grab verlassen. Er lebt! Er besiegte den Tod!

Dass Jesus Christus diesen furchtbaren Feind besiegte, ist nicht nur damals eine gute Nachricht gewesen; das ist auch heute noch eine Freudenbotschaft für alle Menschen:
"...auf das er durch den Tod den zunichte machte, der die Macht des Todes hatte, das ist den Teufel, und alle die befreite, welche durch Todesfurcht das ganze Leben hindurch der Sklaverei (der Sünde) unterworfen waren (Hebräer 2,14.15)
"...der, der unsere Sünden an seinem Leib selbst auf dem Holz (Kreuz) getragen hat... durch dessen Striemen ihr geheilt worden seid" ( 1.Petrus 2,24 ).

Durch seinen Sühnentod und seine Auferstehung werden alle, die an ihn glauben, von Sünde und Tod befreit. Jesus Christus sagt allen: "Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist" (Johannes 11, 25).

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